Die sieben Über-Lebensregeln für gestresste
Eltern
Glückliche Eltern haben glückliche Kinder, oder: die Kunst
der Gelassenheit im täglichen Erziehungsstress.
Jemand sagte einmal, man könne Kinder erziehen, so viel man wolle - sie machten einem
doch alles nach.
Hm - ist es da weiter verwunderlich, dass die meisten Erziehungsmaßnhmen nicht greifen,
wenn vielbeschäftigten und im täglichen Karriere-Überlebenskampf eingebundenen Eltern
die nötige entspannte Gelassenheit fehlt?
Ist es da weiter verwunderlich, wenn Kinder auf die interessantesten Ideen kommen, nur um
die Aufmerksamkeit der Eltern zu erhalten, wenn diese mit ihren Gedanken überall sind,
nur nicht im gegenwärtigen Augenblick bei ihren Sprößlingen?
Jeder moderne Zeitmanagement-Kurs lehrt, dass Führungskräfte nicht mehr als 50% ihrer
täglichen Arbeitszeit verplanen sollten - für Eltern, zumal, wenn sie berufstätig sind,
völlig unmöglich.
Wie Sie dennoch gelassen und entspannt durch den Alltag mit Ihren Kindern kommen, zeigen
Ihnen die sieben Überlebensregeln für gestresste Eltern:
1. Es dauert immer länger, als du denkst.
Kinder haben ihren ganz eigenen Zeitrhythmus, der sich oft von unserem erheblich
unterscheidet. Wenn Sie mit Ihrer Aufmerksamkeit in den gegenwärtigen Augenblick kommen,
hilft Ihnen das, entspannter zu bleiben und Geduld zu entwickeln.
2. Verschwende keine Zeit.
Gerade, wenn Zeit ein knappes Gut ist, sollte kein Augenblick mit überflüssigen und
unwichtigen Dingen vergeudet werden. Entscheiden Sie, was wirklich wichtig ist, trennen
Sie sich von unwichtigen Gewohnheiten und schenken Sie, so oft es geht, jedem Augenblick
Ihre volle Aufmerksamkeit.
3. Erwarte das Unerwartete.
Bleiben Sie flexibel, wenn Ihre Kinder von einem Ereignis zum andern springen und Sie
nicht mehr wissen, wo Ihnen der Kopf steht. Kinder können einem manchmal sämtliche
Pläne über den Haufen werfen - da hilft Flexibilität oftmals mehr als starres
Durchsetzungsvermögen.
Sein Sie wach und aufmerksam für die Bedürfnisse Ihrer Kinder und helfen Sie ihnen, mit
ihren unkontrollierbaren Impulsen besser zurecht zu kommen - denken Sie immer daran, dass
diese kleinen Wesen noch dabei sind zu lernen, wie das Leben funktioniert.
4. Lerne und lehre, lehre und lerne.
Kinder sind hier, um zu lernen. Und in erster Linie lernen sie von uns, den Eltern. Kinder
wissen vieles noch nicht und sind in ihrem Wissensdrang und ihrer Neugier oft nicht zu
bremsen. Üben Sie sich in Geduld, wenn Ihr Kind Sie mit Fragen zu löchern droht. Und
außerdem: Kinder lernen durch Nachahmen. Worte sind viel weniger wichtig als Taten.
Zugleich können Kinder große Lehrmeister für uns sein, denn viel von unserer
ursprünglichen Spontaneität und Lebendigkeit, von unserer Neugier und Kreativität und
unserem Spieltrieb ist auf der Strecke geblieben. Außerdem lehren uns Kinder das Geschenk
der bedingungslosen Liebe und Präsenz.
5. Warmes Herz, kühler Kopf.
Oft genug bringen uns Kinder an unsere Grenzen, und häufig könnten wir aus der Haut
fahren. Da braucht es manchmal ganz schön starke Nerven. Wenn einem das Blut in den Kopf
schießt und ds Herz abzukühlen droht, ist es gut, ein paar Mal tief durchzuatmen und das
innere Thermostat neu einzustellen.
6. Gib stets dein Bestes.
Nehmen Sie sich vor, die sieben Regeln zu beherzigen - sie sind wirklich nützlich und
hilfreich. Und oft genug wird es vorkommen, dass Sie nicht sehr gut darin sein werden,
achtsam und flexibel und geduldig zu bleiben. Das ist völlig in Ordnung. Machen Sie es
wie Ihre Kinder beim Laufenlernen: wenn sie fallen, stehe Sie einfach wieder auf und gehen
weiter. Doch bleiben Sie bei Ihrem Vorsatz und tun Sie es, so gut Sie können.
7. Wisse, wann du abschalten mußt.
Finden Sie täglich eine gewisse Zeit, die Sie nur für sich reservieren. Sie können
nicht pausenlos für Ihre Kinder da sein. Bei allem, was das tägliche Erziehungsgeschäft
von Ihnen verlangt - achten Sie auch auf Ihre Bedürfnisse und finden Sie Zeit für sich,
in der Sie sich entspannen und etwas Gutes tun.
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